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deutsche Justiz ?

Die süddeutsche Zeitung meldete, dass bereits kurz nach dem Angriff auf zwei entführte Tanklaster in Kundus Anfang September die beiden US-Piloten, welche diesen Einsatz geflogen waren, auf Weisung des Kommandierenden Generals McCrystal abgezogen und strafversetzt wurden.
Der US General wollte auch, dass der deutsche Oberst Klein, der diesen Angriff letztendlich zu verantworten hat, abgezogen wird, weil ihm die Verletzuing gleich mehrerer Einsatzregeln vorgeworfen wird.
Das Bundesverteidigungsministerium widersetzte sich jedoch einer vorzeitigen Abberufung des deutschen Offiziers, weil dies als Schuldeingeständnis gewertet werden könnte und man befürchtete, dass es staatsanwaltschaftliche Ermittlungen beschleunigen könnte.
Ausserdem steht die Aussage im Raum, dass Oberst Klein eine unmittelbare Feindberührung seiner Truppen angegeben hatte, um den Angriff zu rechtfertigen. Dies war notwendig, um eine Rückfrage und Bestätigung des Angriffsbefehls aus dem ISAF - Kommando in Kabul zu umgehen.
Die beiden US-Piloten hatten ausserdem angegeben, dass sie mehrfach nachgefrägt haben, ob sie wirklich Bomben abwerfen sollen oder zunächst eine Machtdemonstration durch Tiefflüge ausreicht. Erst als der deutsche Oberst auf diese Nachfragen erklärte, dass sie bombardieren sollen, geschah das Bomardement.
Nun lese ich, dass dieser deutsche Offizier wohl nicht angeklagt werden soll, obwohl er nachweislich gegen Einsatzregeln verstossen haben soll.
Dies halte ich in zweifacher Hinsicht für fatal.
Erstens, würde eine Straffreiheit bedeuten , dass sich in Zukunft deutsche Offiziere , die Truppen in Kampfeinsätzen befehligen , relativ sicher sein dürfen, dass sie auch im Falle der bewussten Verletzung von Einsatzregeln straffrei bleiben.
Wohlgemerkt, ich meine keine Fehleinschätzung von Situationen, was in Kampfeinsätzen sicherlich möglich ist. Ich meine eine bewusste Verletzung von Einsatzregeln. Dass die psychische Anspannung deutscher Soldaten und Offiziere unter realen Kampfbedingungen am Hindukusch hoch ist, dass immer eine Gefahr für das eigene Leben besteht, ist mir durchaus bewusst. Nur rechtfertigt dies nicht das bewusste Inkaufnehmen des Todes unschuldiger Zivilisten, darunter Frauen und Kinder.
Zweitens, es diskreditiert das Ansehen der vielen deutschen Soldaten und Offiziere, die nicht nur am Hindukusch, sondern auch am Horn von Afrika, vor der libanesischen Küste und anderswo im Einsatz sind und
sich an Einsatzregeln und , auch das ist wichtig, die Genfer Konvention halten.
Würde der Eindruck entstehen, dass deutsche Militärs
ausserhalb gültiger Bestimmungen , quasi eigenmächtig , agieren, würde dies die Akzeptanz deutscher Auslandseinsätze zukünftig erheblich erschweren.
Sollte gerichtsfest feststehen, dass der deutsche Oberst Klein gegen für seine Befehlsgebung massgebliche Bestimmungen verstossen hat und sollte er sich dafür nicht gerichtlich verantworten müssen, wäre dies, so finde ich, ein Skandal.
Unabhängig davon , wie man den Einsatz deutscher Truppen im Ausland bewertet, die Einhaltung der Genfer Konvention und gültiger Einsatzregeln ist unbedingt erforderlich.
Davon darf es keine Ausnahmen geben.
13.1.10 11:58


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Verfasser unbekannt, aber lesenswert


Mit Müh steh ich auf,
Und es fällt mir recht schwer,
Lieber ginge ich drauf,
Denn es weihnachtet sehr.

Doch ich muss in die Stadt,
Muss Besorgungen machen,
Wenn er Dinge nicht hat,
Tut der Mensch solche Sachen.

Und so kriech ich ins Bad,
Unterwerf mich dem Nass,
Und ich dreh schon am Rad,
Weil ich Spiegel so hass.

Schwarze Shorts und solche Socken,
Schwarze Jeans und schwarzes Hemd,
Weil nur schwarze Dinge rocken,
Buntes Zeug macht mich gehemmt.

Schwarze Ränder um die Augen,
Und dann weg von diesem Spiegel,
Der drauf aus, mich aufzusaugen,
Wie der Laubsauger den Igel.

Schwarzer Kaffee, schwarze Tasse,
Fast gewappnet für den Marsch,
Durch die kranke Menschenmasse,
Wieder mal ein Tag fürn Arsch.

Trotzend der Misanthropie,
Und dem hundsgemeinen Wetter,
Vor dem ich so gerne flieh,
Tu ich so als wär ich netter.

Luzikreuz und Pentagram,
Schwarzer Mantel, schwarzer Schal,
Nochmal einen Schwung mit Kamm,
Headphones rein, wie jedes mal.

Goth und Metal in den Ohren,
Dazu alte Damen grüßen,
Jeder glaubt ich wär verschworen,
Läge Satan zu den Füßen.

Das ist lustig, ich muss lachen,
Doch ich unterdrücke das,
Sowas kann ich doch nicht machen,
Das ist nur für Bunte was!

Voller Bus, so scheint es mir,
Eigentlich doch nur zum Halben,
Doch sinds bloß die Omas hier,
Gepflastert mit Parfums und Salben.

Die, die über Jugend motzen,
Ohne sie auch nur zu kennen,
Ist doch wirklich voll zum Kotzen,
Hexen sollte man verbrennen.

Jede Dame braucht zwei Sitze,
Dies kann drei der Gründe haben,
Ich mach keine Dicken-Witze,
Ist nix für nen Musterknaben!

Bleibt der Grund der Tütenfrau,
Bis zu zwölf sind garnicht selten,
Und die Frau in Nazigrau,
Rassistisch gegen alle Welten.

Diese Damen rücken nicht,
Wie der Anstand es verlänge,
Das ist schließlich Jugends Pflicht,
So sind es stets die gleichen Klänge.

Böse Blicke schenkt man mir,
Wenn ich sie dann freundlich grüße,
Öffne ich die Türe ihr,
Dann treten sie mir auf die Füße.

Aber so ist meine Art,
Lieblingsenkelchen in Dunkel,
Ich erfülle meinen Part,
Wems nicht passt, dem ein Furunkel!

Bin ich bös, Herr der Verlammung?
Tja, so bin ich nun einmal!
Denn die ewige Verdammung
Ist mir völlig scheißegal.

Leute, schließt mal eure Augen,
Seht nicht Teufel stets und Gott!
Hab nicht vor euch auszusaugen,
Also spart euch euren Spott!

Ich bin trotzdem amüsiert,
Öffne Türen euch beherzt,
Während ihr nach Hörnern stiert,
Und euch das Furunkel schmerzt!
12.1.10 11:56


Blick in die Zukunft ?

`Früher fiel das Aufstehen leichter`, dachte er , als sein Blick auf den Wecker fiel und er feststellte, dass seit dem Klingeln schon wieder 10 Minuten vergangen waren. `Verdammt , ich muss mich beeilen`, er erhob sich langsam. `Früher war alles besser, früher war alles gut`, die Liedzeile der Toten Hosen kam ihm in den Sinn. Er war jetzt 68 Jahre alt und wusste, dass er noch 3 Jahre durchhalten musste, ehe er seine mickrige Altersrente erhalten würde. Die Bundesversicherungsanstalt für aufrechte Malocher hatte ausgerechnet, dass er 560 Euro erhalten würde, er sparte bereits , wo er konnte, um noch privat etwas zusammenzukratzen. Wenigstens hatte er mit der Krankenkasse Glück. Die letzte Grosse Koalition aus CDU,CSU, SPD, FDP und Grünen hatte zusammen 35 % der Stimmen aller Wahlberechtigten erhalten. Nur die Linke blieb als Opposition im Deutschen Schlündetag, weil, einer muss ja opponieren. Diese Grosse Koalition also hatte beschlossen, dass angesichts des jahrzehntelangen Defizits der gesetzlichen Krankenkassen diese das Recht hatten, allen ihren Mitgliedern, die nicht mindestens 25 Jahre ununterbrochen eingezahlt hatten, nach eigenem Ermessen Leistungen zu kürzen. Er war von Anfang an in der BKK ( Beruflichen Krankenstandskontrolle) der Buchhalter, so dass er davon nicht betroffen war.Zwar war der Beitragssatz von 12,8 % seines Bruttolohnes, den er allein zu tragen hatte, recht hoch, nur dafür bekam er noch alle 35 gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen zu 75 % bezahlt. So war er zufrieden. Rose, seine verstorbene Frau, hatte weniger Glück. Sie hatte, bevor diese Regierung der nationalen Zwietracht das neue Gesetz beschloss, ihre Krankenkasse gewechselt. So hatte sie alles Geld ausgegeben,was sie hatte. Es hatte ihnen noch einige schöne Jahre gebracht, sie waren gemeinsam verreist, in den Garten der Kinder, um unter dem Apfelbaum die Herbstsonne zu geniessen. Rose war letzes Jahr gestorben, als das Geld für die Betreuung, sie hatte Pflegestufe 3 1/4 , ausgegeben war. Sie war halt schon immer eine, die ihre Pflicht erfüllte, Geld alle, Leben zu Ende. Er war stolz auf sie. Der Kaffee war inzwischen fertig, das Müsli ebenfalls, ein kleines Frühstück musste sein. Er schloss die Tür seiner 1/2 Raumwohnung hinter sich ab und ging zur Strassenbahn. Würde er es heute wieder schaffen, Schwarz zu fahren? Es war eine Möglichkeit, Geld zu sparen, die Strafe, falls er mal kontrolliert werden würde, hatte er durch die vielen Fahrten ohne Kontrolle längst wieder eingespart. Noch 3 Jahre malochen, und was würde das Leben ihm dann bringen? `Früher war alles besser.......`
11.1.10 17:10


sie saßen zusammen, dicht bei dicht
in kleineren und in größeren Gruppen
im Fernsehen sah man es nur nicht
sie waren wie ferngesteuerte Puppen

der Klimawandel bedroht unsre Welt
wir müssen aktiv was dagegen tun
bevor sie geordnet zusammenfällt
wir werden mit labern und quatschen nicht Ruh`n.

Misstrauen saß mit am Tisch, und Neid
und ganz unterschiedliche Interessen
für US Senatoren hat Veränderung zeit
co2 wabert weiter aus Kraftwerks-Essen

und China braucht nun mal viel Energie
und Kohle ist mehr da als Atom oder Wind
zum weiteren Aufbau der Industrie
das weiß doch nun wirklich jedes Kind

und Tuvalu wird einmal versinken
in einigen Jahren wird es geschehen
seht ihr immer noch nicht den Alarm tiefrot blinken
Eisbären werden wir in den Zoos nur noch sehen

Winterstürme werden an Kraft gewinnen
ihr Werk zerstörerisch verrichten
Hoffnung wird immer mehr zerrinnen
wir werden geordnet uns selber vernichten

wir wollten den neuen Anfang wagen
in unserem Handeln die Wende einleiten
grandioses Versagen in Kopenhagen
wir werden uns in den Untergang streiten..

21.12.09 09:30


verdammt noch mal,wer möchte richten
über das , was mal geschehen
all die früheren Geschichten
wo heute andre winde wehen

verdammt noch mal, was wir gemacht
es ist ewig lange her
mir kommt es vor wie dunkle Nacht
ich bereue manches sehr

verdammt noch mal, auch das ist Leben
bereuen und dann weitermachen
aussprechen und die Hand sich geben
und wieder gemeinsam lachen

verdammt noch mal, ich will`s nicht hören
das Halsstarrige nie vergeben
lasst eure Arroganz nicht stören
ich werde nie so wie ihr leben
.
17.12.09 09:31


"Mama hier, das musst du lesen",
jedes Jahr ist´s so gewesen,
nach den großen Sommerferien
gibt´s Elternabende in Serien.

Meinereiner läuft im Trab,
sagt sogar die Arbeit ab,
pünktlich in den Klassenraum...
Was??? Dreiviertel Eltern kaum!!

Auf der Tagesordnung: Wahlen!
Da sieht man den Lehrer strahlen,
alle Eltern werden kleiner...
So ein Amt, das will hier keiner!

Erst brauchen wir ´nen Elternvorsitz,
einen Vertreter und, kein Witz,
für die Konferenz drei Leute
mit Vertretern, zack, noch heute!

Wer übernimmt den Wahlvorstand?
Der Kandidat ist schnell zur Hand...
Auch ein Schreiber wird gefunden,
dann kreisen Blicke in der Runden:

Köpfe senken sich betreten
als um Meldung wird gebeten,
jeder denkt "soll doch mein Nachbar,
denn für mich ist das nicht machbar!"

Bis endlich sind dann Acht bereit,
zu opfern Teile ihrer Zeit!
Befreites Lächeln überall,
sie werd´n gewählt, auf jeden Fall!

Hände heben, aber schnelle,
damit sich auf keine Fälle
einer das noch überlegt
und das Amt dann doch abschlägt.

Schließlich ist es dann erledigt,
der Lehrer hält noch eine Predigt,
erzählt vom Leben in der Klasse,
wie sie sich macht, die Kindermasse,

erklärt den Sinn von manchen Dingen,
die Kindern wenig Freude bringen,
plant schon im nächsten Atemzug
´nen eintägigen Busausflug.

Man spürt, er ist ambitioniert
und überaus hochengagiert...
das muss an seinem Alter liegen,
er ist der Uni grad entstiegen.

Sei´s wie es sei, es ist geschafft,
im Geiste ist man abgeschlafft.
Der Abend nach zwei Stunden endet
und jeder sich nach Hause wendet.

Nur kurz jedoch die Freude ist,
hast du mehr Kinder, so ein M...
13.12.09 17:28


So manches kann man kaufen heute
Es hasten jetzt so viele Leute
Sind nach Geschenken auf der Jagd
Und selten wird das hinterfragt

Kann man das Glück in Tüten tragen?
Es scheint so grad in diesen Tagen
Man sollte jedoch stets bedenken
Das wichtigste ist : Liebe schenken!
12.12.09 09:54


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