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Glauben

Ich glaube an das Glück, das große
und das ist jetzt kein Quatsch mit Sosse.
Jeder Mensch kann glücklich sein
ob dick, ob dünn, ob groß ob klein.

Das Glück zu suchen ist es nicht
das ist ne ewige Geschicht.
Nur finden muß mans, das ist leicht
obgleich kein Glück dem andren gleicht.

Und die Erkenntnis ist fatal
denn man verrennt sich manches Mal.
Man strebt nach Glück, doch das der Fremden
und schaut auf ihre weißen Hemden.

Die eignen sehen stets schmutzig aus
und nicht so schön ist unser Haus
da wär dann noch der neue Wagen
beim Anschauen krümmt sich uns der Magen.

Warum kann das nicht unsers sein?
Weil es so ist - ist das gemein?
So wird das nie was mit dem Glück
das ist unser eignes Mißgeschick.

Wer sagt wir müssen Glück uns suchen?
Wo finden wirs? Lass uns versuchen!
Wir schaun uns um, was sehen wir?
ein lustges, buntes, frohes Gewirr.

Und im Gewirr, da schauts uns an
was machen wir damit, daran?
wir freun uns drüber, denn das ist
das Glücklichsein und keine List.

Du bist mein Glück, hab ich gehört
von Anfang an hats mich gestört.
Jeder ist sein eignes Glückes Schmied
Das ist ein Spichwort, vielleicht auch ein Lied.

Doch wahr ists schon - da glaub ich dran
denn schmieden tu ich dann und wann.
Ich schmiede Pläne, verwerf sie wieder
mach mir Gedanken, schreib sie mal nieder.

Nur um zu sehen obs da noch ist
Mein eignes Glück, das keiner misst.
Nur ich, ich weiß was gut mir tut
und schau es an, es macht mir Mut.

Denn Glück und Mut gehörn zusammen
aus meiner Seele beide stammen.
Aus mir heraus kann Glück nur kommen
ich sehs ganz klar und nicht verschwommen
.

5.3.10 08:16


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Kritzeleien

Ein Mensch an seinem Tische saß
und lauschte am Telefon auf irgendwas
und kritzelte dabei still und stumm
auf einem Blatt Papier herum.
Er dachte dies und dachte viel
und strichelte nur so als Spiel
Figürchen hin
ganz ohne Sinn.
Diese waren jedoch gut drauf
und so nahm die Geschichte ihren Lauf:

Ein Strichmännchen saß allein zu Hause,
ach, es ginge doch zu gerne aus.

Ein Weibchen aus Strichen,
lebte still und ausgeglichen
ein paar Türen weiter,
es war ganz heiter und
sang ganz leise ein Lied,
dazu eine Guitarre spielt.

Das Strichmännchen saß ganz still und stumm
und trommelte in seinem Zimmer rum,
als plötzlich, so ganz unerwartet,
irgendwo eine leise Musik startet.
Ein kleines Lied erklang ganz leise,
dazu eine Guitarre, wunderbarerweise.

Das Strichmännchen staunte nicht schlecht
und sagte:" das kommt mir gerade recht."
Es stand auf mit dünnen Beinen
und klatschte in die Hände, den feinen.
Es summte und sang, wiegte sich in die den Hüften
und dachte:"das Geheimnis muss ich lüften"

Es ging in den Flur und lauschte an Türen,
ob sich dahinter was täte rühren.
Hier, jene Tür, die muss es sein,
die führt zu der Musik hinein.

Das Strichmännchen, vor Sehnsucht schon krank,
polterte kräftig gegen die Wand.
Es machte Randale und das war schade,
denn das Weibchen, aus Strichen ganz fein,
läßt so einen Krakeeler ganz sicher nicht rein.

Auch der Mensch fühlt sich nun mächtig gestört
und fand das Verhalten unerhört.
"Was ist los? Gib endlich Ruh"
so rief er laut seinem Männekin zu.
Dieses jedoch, jetzt mit wildem Gebaren,
denkt nur eins:"ich will haben -
ich will haben: das Weibchen, Musik und Gesang,
dann wird mir nie mehr die Zeit so lang."
Es versteht nicht, das das Weibchen aus Strichen so fein,
bliebe lieber zu Hause allein.

Der Mensch greift ein mit viel List
und sagt."du machst mir zu viel Mist"
du das Männekin aus Strichen
musst dich verpissen."
Er holt den Radiergummi,
so einen ganz großen Flummi
und ratzelt mit viel Behagen
das unerhörte Betragen
einfach weg.
Und die Moral von der Geschicht,
trau niemals einen Ratzel nicht.

 

 

 

26.2.10 10:36


Das Phantom oder .......


Ein Phantom geht um in Deutschland. Keiner hat es bisher gesehen, außer, so munkelt man, 4 wackeren deutschen Beamten. Nun ist das ja zugegebenermaßen auch etwas schwierig, weil es von seiner Art ja Millionen gibt, klein, rund und nur wenige Millimeter dick.
Nun hat dieses Phantom eine bisher selten gekannte Betriebsamkeit in Deutschland ausgelöst, bei Steuerfachanwälten, Steuerberatern, der Steuerfahndung. Und bei wohlbetuchten Bürgen, die jetzt befürchten müssen, dass auf ihrer weißen Weste plötzlich dunkle Flecken erscheinen.
?Selbstanzeige?, heißt das Zauberwort, welches findige Anwälte ihren wohlhabenden Klienten empfehlen, damit diese einer Strafe entgehen. Dass die Advokaten damit auch ihre eigenen Tasche beträchtlich füllen, wird verschämt verschwiegen, alles geschieht im Sinne der Mandanten.
Und noch eine Gruppe ist sehr beschäftigt, seitdem das Phantom in der öffentlichen Diskussion erschienen ist. Es sind die Kolumnisten diverser Zeitungen, die sich darin ergehen, dem geneigten Leser das Für und Wider im Umgang mit dem unbekannten Ding zu erklären. Und die selbsternannten Gralshüter von Moral und Anstand, die sich freuen, dass sie in den TV-Talkshows ihre Phrasen dreschen dürfen.
Da hat das Phantom ganz ordentlich Staub aufgewirbelt im winterlich weißen und kalten Deutschland. Und dabei hat es bisher noch niemand gesehen, außer, vielleicht.....Diese 4 wackeren deutschen Beamten sind ja, bezahlt durch deutsche Steuerzahler, bereits vor einigen Tagen nach Frankreich gereist, um das Phantom fürsorglich in deutsche Obhut zu nehmen. Es ist anzunehmen, dass das Phantom von all dem Trubel, den er verursacht hat, so geschwächt ist, dass es erstmal eine Pause braucht. Seit einigen Tagen hat man jedenfalls nichts mehr von ihm gehört.
Auffallend ist, dass sich einer nur ganz am Anfang öffentlich zu dem Phantom geäußert hat, der oberste deutsche Kassenwart. Dabei hat es ihm schon jetzt einige Millionen in seine klammen Kassen gespült. Was wird das erst werden, wenn das Phantom seine wahre Identität offenbart und richtig auspackt?
Das ist schon eine klasse Sache, so ein Phantom.
20.2.10 11:09


Tratschtanten im Leben und im Chat

Des Metzgermeisters Frau, die Hilde
war wirklich Tag für Tag im Bilde,
was im Dörfchen vor sich ging,
wer an wessen Lippen hing,
wer die Arbeit hatt' verloren,
welcher Meineid wurd' geschworen,
wessen Kind so schlecht geraten -
ja, die Hilde roch den Braten.

Schnitt die Wurst sie fein in Scheiben,

konnt' kein Wort verborgen bleiben.
"Grad war eine Kundin da,
deren Sohn ist sonderbar",
sprach sie leis' zu großen Ohren,
denn der Tratsch wird sanft geboren.
"Es heißt er stehle, nehme Drogen.
Doch, ich weiß es, ungelogen."

Alle stimmten nickend zu

und verdammten dann im Nu
die ganze Jugend, die verdorben.
"Für mich ist diese Frau gestorben,
die nichts Gutes führt im Schilde",
gab bekannt die schlaue Hilde.
"Die betrügt auch ihren Mann,
der ja gar nichts richtig kann."

"Jaja, jaja", sprach da der Chor,

"der Hilde macht man gar nichts vor."
Schnitzel wurden weich geklopft,
Klatsch wurd' in die Welt gestopft:
"Und des Hühnermeiers Weib,
es heißt, sie trinkt zum Zeitvertreib.
Ihr Mann will dazu ja nichts sagen,
man hört, er hätt' sie oft geschlagen."

"Wie gut, dass wir die Hilde haben",

stimmten ein die alten Raben.
"Darf es etwas Hackfleisch sein?
Der Maier Karl, das faule Schwein,
lebt bequem auf unsre Kosten,
der ist nicht krank, der will nur rosten.
Arbeit fänd' er ganz bestimmt,
doch gibt es keine, die er nimmt."

"Wie wahr, wie wahr", ertönte es

vom ehrbaren Schandmaul-Kongress.
Hildes Wissen, grenzenlos,
legte manches Leben bloß.
Doch eines war ihr nicht bewusst:
Ihr Ehemann, in seiner Lust,
hatte, ach, ganz nebenbei,
der Ehefrauen gleichwohl drei.
11.2.10 10:19


Momente

Was ist schon ein Moment?
Ein kurzer Augenblick
Seidenzart, ein Lidschlag nur
Nie kehrt er zurück

Sicherheit hat keinen Platz

auf diesem engen Raum
Zukunftsträume aufgebaut
auf Seifenblasenschaum

Was ist schon die Sekunde

im Ozean des Lebens
Stürme treiben wild umher
Halt zu finden, fast vergebens

Augenblickgeschwätz, Momentgefasel

um dem Entschluss doch zu entgehen
So muss man ja nicht all zu lang
zu seinem Worte stehen

 

7.2.10 17:05


die liebe Nachbarschaft, fast wie ein Chatroom

In Nachbar Friedhelms Gartenteich
lag heuer eine Wasserleich'.
Wie war die nur dort rein gekommen?
Gewiss ist sie nicht selbst geschwommen.

Die Mayer, grad von nebenan,

kam im Morgenmantel ran.
Sie schlug die Hände vor den Mund,
erstickter Schrei tat Schrecken kund.

Auch die Pfeffers war'n erschüttert.

Während sie das Kind gefüttert,
hielt er ihr die Augen zu,
doch gab die Gattin keine Ruh'.

"Wir brauchen wohl die Polizei,

die macht sie weg, die Schweinerei."
Herr Pastor hatte wohl gesprochen,
anders sah es Hubers Jochen.

Eifrig mischte er sich ein:

"Noch nicht, noch nicht. Oh nein, oh nein.
Zuerst brauch' ich die Kamera,
bei uns sind Morde eh' schon rar."

"Ach, das war ein Mord gewesen?",

fragte Martha, die den Besen,
mit dem die Straße sie gefegt,
noch immer nicht beiseit' gelegt.

"Das wollen wir doch alle hoffen,

obwohl - der Friedhelm hat gesoffen ...",
so sprach der Pastor in Gedanken,
schon kam des Friedhelms Ruf ins Wanken.

"Und außerdem, ich hab' gehört,

es heißt, der Friedhelm war gestört."
Nach Frau Kramers Denkanstoß
gingen die Gerüchte los.

Von Freitod war da auch die Rede,

von Drogen, Schnaps und einer Fehde
mit Schlägern, Killern, einem Paten,
Geldeintreibern und Piraten.

Der alte, wirre Ottokar

sprach von Aliens sogar.
Theorien, die so schrill und wild
passten gut ins Gruselbild.

Da meinte frech der kleine Knut:

"Am Müllsack ist kein Tropfen Blut.
Wenn man Friedhelm reingestopft,
sagt mir, warum's gar nicht tropft."

Herr Dr. März, der Seelen richtet,

hatte den Verdacht verdichtet:
"Man packte ihn in einem Stück
in den Müllsack, welch ein Glück."

Plötzlich schrie Frau Bittersüß

und fiel dem Pastor vor die Füß'.
Gar fürchterlich, was sie erblickte:
Der Friedhelm kam zum Teich und nickte.

Aus seinem Teich, da fischte er

den Sack, der offenbar nicht schwer.
"Nein, hat die Nacht der Wind geblasen,
trieb den Laubsack über'n Rasen."

Das einzig Tote da im Teich,

war nur Laub und keine Leich'.
Enttäuscht gab sich die Nachbarschaft.
Wieder mal umsonst gegafft.

4.2.10 09:55


Aus den Staaten frisch erholt zurück. Jetzt geht es wieder los mit Gedichten, Geschichten und sonstigen Dingen
4.2.10 09:54


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